Saarpfalz-Anzeiger - page 4

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Nr. 13/2020
Homburger Zeitung
Erst am vergangenen Donnerstag
wurde die sehenswerte „Pictures
of Pop“-Ausstellung „Nummer
Einundvierzig“ unter dem Titel
„Phantastische Welten“ vom
„PopRat Saarland“ in Kooperati-
on mit der Homburger Kulturge-
sellschaft in den Schlossberghöh-
len eröffnet. Doch schon amkom-
menden Tag fiel diese Ausstellung
vorerst dem Coronavirus „zum
Opfer“, denn dann wurde aus Si-
cherheitsgründen die Schließung
der Schlossberghöhlen beschlos-
sen.
Damit können die Bilder derzeit
und in den kommenden Wochen
nicht betrachtet werden. Die Aus-
stellung selbst ist aber bis zum 28.
Juni 2020 geplant. Falls die Schlie-
ßung also bald wieder aufgehoben
werden könnte, ist sie unter Um-
ständen doch noch zu besuchen.
Die Bilder hängen in jedem Fall
noch in den Höhlen sowie im
Bunkerbereich und werden auch
nicht vorzeitig abgeholt, wie Su-
sanne Niklas von der Abteilung
Kultur und Tourismus der Stadt
mitteilt.
Niklas war es auch, die als Ge-
schäftsführerin der Kulturgesell-
schaft am vergangenen Donners-
tag die zahlreichen Gäste der Aus-
FOTOAUSSTELLUNG LIEF NUR EINEN TAG:
Nach Wiedereröffnung der Höhlen könnte es weitergehen
Phantastische Welten in den Schlossberghöhlen
stellungseröffnung begrüßt hatte
und sich besonders bei ihrem
Team der Höhlenführer und Mit-
arbeiterin Ramona Magold be-
dankte. Ein besonderer Dank galt
auch dem Künstler Jochen Maas
für die Vermittlung der Ausstel-
lung nach Homburg sowie dem
Vorsitzenden des saarländischen
„PopRats“, Peter Meyer, der mit
seinem Team die Ausstellung
„Phantastische Welten“ in den
Höhlen ermöglicht hatte..
Meyer wies in seiner kurzen An-
sprache auch darauf hin, dass die
Phantastik neben der Musik und
der Urban Art eines der drei stärks-
ten Genres der Popkultur im Saar-
land sei. Als Beispiele nannte er
die „FaRK“, die größte Phantastik-
Convention Europas, oder auch
die „Epic Empires“ auf dem „Uto-
pion“-Gelände in Bexbach mit ih-
ren Fantasy-Liverollenspielen. Als
„bunt, schrill, schräg, divers, in-
ternational, laut, jung, anders
und kreativ“ bezeichnete Meyer
die Phantastik-Szene des Saar-
lands und auch die Fotografinnen
und Fotografen, die diese Szene
mit dieser Ausstellung auf den
Punkt bringen würden.
Die Fotoausstellung selbst besteht
aus 30 Bildern, die teilweise im
Höhlenbereich, größtenteils im
Bunkerbereich ausgestellt sind.
Musikalisch begleitet wurde die
Vernissage von Yoni Göpfrich, der
seine Rapmusik mit mehreren
Stücken präsentierte und sich bei
seinem nachdenklich stimmen-
denGesang mit der Gitarre beglei-
tete. Im Anschluss an die Eröff-
nung wurde noch eine Höhlen-
führung angeboten, die gern
genutzt wurde. (red)
Die Ausstellung dauerte nur einen Tag.
FOTO: STADT HOMBURG
Es ist ein einmaliger Vorgang in
der Geschichte der Bundesrepu-
blik: Kinderbetreuungseinrich-
tungen und Schulen sind auf-
grund von Verfügungen ge-
schlossen.
Für berufstätige
Eltern ist das eine echte Katast-
rophe, für das pädagogische Be-
treuungspersonal wie auch für
die Administration eine echte
Herausforderung, da sie eine
Notbetreuung ermöglichen müs-
sen. Bis 24. April soll die Betreu-
ung in Notgruppen ermöglicht
werden.
„Alles kein Wunschkonzert und
wir versuchen so viele Kinder wie
möglich zu betreuen, damit die
jetzt noch außer Haus berufstäti-
gen Eltern nicht zusätzlich ausfal-
len“, sagt Hans-Josef Daubaris,
Bereichsleiter
Jugendhilfepla-
nung/Kinderbetreuung beim
Saarpfalz-Kreis. Ebenso wie die an-
deren Landkreise hat auch der
Saarpfalz-Kreis eine Notbetreu-
ung organisiert.
„Die Notbetreuung ist vorgesehen
bis Ende der Kita- und Schulschlie-
ßung am 24. April außer den Ta-
gen, wo wegen der Ferien Schließ-
tage schon vorher vorgesehen wa-
ren. In den Osterferien sind aber
meist nur wenige Tage Schließung
vorgesehen. Die Schließtage sind
von Einrichtung zu Einrichtung
unterschiedlich und waren den El-
SCHUL- UND KITA-SCHLIEßUNG:
Informationen über derzeitige Regelungen und Möglichkeiten
Notbetreuung für Kinder ist angelaufen
tern schon frühzeitig bekannt“, so
Daubaris.
Die Öffnungszeiten in den Kitas
entsprechen den normalen Öff-
nungszeiten (meist von 7.00 -
17.00 Uhr), sofern das gesunde
Personal das abdecken kann und
die Zeiten von den Kindern in den
Notgruppen benötigt werden. Die
Eltern können die Kinder nur vor
Arbeitsbeginn bringen und müs-
sen sie direkt nach Arbeitsende ab-
holen. In der Schule ist als Betreu-
ungszeit 8.00 bis 16.00 Uhr vom
Ministeriumvorgegeben. „Wir ha-
ben aber Einschränkungen wegen
fehlendem Personal und Schlie-
ßungen wegen Coronaerkrankun-
gen beim Personal“, sagt Dauba-
ris, der sich nachdrücklich bei den
Trägern, Kitaleitungen und Perso-
nal für ihren Einsatz und Beitrag
zur Erhaltung des Systems in die-
ser Krisenzeit bedankt. In der ers-
ten Woche Notbetreuung sind
beim Saarpfalz-Kreis für die Kin-
derbetreuungseinrichtungen
rund 450 Anträge eingegangen
und bearbeitet worden. Weitere
Anträge werden entgegengenom-
men. Die Meldungen werden fle-
xibel angepasst, wenn der Beruf
zwischenzeitlich nicht ausgeübt
oder ein Home-Office-Platz einge-
richtet wurde, kann der Notgrup-
penplatz nicht in Anspruch ge-
nommen werden. Für die Bereiche
Bexbach und Homburg gelten für
die erste Woche die in Klammern
stehende Anzahl der Plätze: Kath.
Kita St. Dominikus (7), AWO-Ki-
ta „Pfiffikus“ (10), Waldorf-Kita
(7), Städt. Kinderhaus Oberbex-
bach (7), Kath. Kita St. Barbara
Oberbexbach (1), AWOKita Fran-
kenholz (8), Städt. Kinderhaus
Höchen (4), Städt. Kinderhaus
Niederbexbach (6), AWO-Kinder-
Krippe Bexbach (3). Prot. Kita Ar-
che Noah (3), Kita Sonnenfeld
(15), Kinderzentrum AWO I und
II (39), Kath. Kita St. Fronleich-
nam (6), Kath. Kita St. Michael
(9), Kath. KitaMaria v. Frieden Er-
bach (5), Kath. Kita St. Andreas
Erbach (3), Kath. Kita Charlotten-
burg Erbach (4), Bodelschwing-
Kita Erbach (1), Prot. Albert-
Schweitzer-Kinderhaus Erbach
(1), AWO Kinderhaus „du Bon-
heur“ Erbach (9), AWO Kinder-
haus Reiskirchen (1), Kath. Kita
St. Josef Jägersburg (5), Kath. Kita
Allerhand Beeden (9), Kath. Kita
Maria Hilf Bruchhof (9), AWO-
Kita Schwarzenbach (1), Prot. Ki-
ta Erdenkinder Schwarzenacker
(6), Prot. Kita Einöd (13), Kath.
Kita Mariä Himmelfahrt Kirrberg
(2), AWO-Kita am UKS (9).
In Homburg hat die Stadtverwal-
tung als Schulträger bis auf die De-
pendance Beeden an allen Stand-
orten eine Notbetreuung einge-
richtet.
Die nachfolgenden
Zahlen angemeldeter Kinder
stammen vom letzten Freitag:
Grundschule Sonnenfeld (15 Kin-
der in drei Gruppen), Depen-
dance Kirrberg (fünf Kinder in ei-
ner Gruppe), Grundschule Lan-
genäcker (acht Kinder in zwei
Gruppen), Grundschule Luitpold
(neun Kinder in zwei Gruppen),
Grundschule Einöd (fünf Kinder
in einer Gruppe) und Grundschu-
le Bruchhof (fünf Kinder in einer
Gruppe). „Wir müssen nun täg-
lich überprüfen, ob noch Absagen
erteilt werden müssen, je nach-
dem wie sich die aktuelle Lage än-
dert, gerade in Bezug auf die ge-
schlossenen Geschäfte und Be-
triebe“, so Stadtpressesprecher
Jürgen Kruthoff. Hier entfalle
dann der Anspruch auf eine Not-
betreuung, da die Gruppen nach
Rücksprache mit dem Ministeri-
um so klein wie möglich gehalten
werden sollen. (apo)
„Wir haben aber
Einschränkungen wegen
fehlendem Personal.“
„Rund 450 Anträge
sind bereits
von Eltern eingegangen.“
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