Saarpfalz-Anzeiger - page 2

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Nr. 13/2020
Homburger Zeitung
Kreis-Anzeiger
Kaiserstr. 21, 66424 Homburg
E-Mail:
Telefon 06841 993097-0
Herausgeber:
RHEINPFALZ Verlag und Druckerei
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Druck:
DSW Druck- und Versand-
dienstleistungen Südwest GmbH
Flomersheimer Str. 2 - 4,
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Anzeigen nach Anzeigenpreisliste Nr. 4
(gültig ab 01.01.2020)
Redaktion:
Daniel Heintz (dh)
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Satz und Layout:
DPP Digitale PrePress GmbH,
Pariser Str. 16, 67655 Kaiserslautern
Bei unverlangt eingesandten
Manuskripten keine Gewähr für
Rücksendung.
Erscheinungsweise: wöchentlich
Auflage: 24.300
Verteilung an alle Haushalte in Homburg
inkl. aller Ortsteile.
Bei Nichterscheinen der Zeitung
infolge höherer Gewalt oder Störung
des Arbeitsfriedens besteht kein
Anspruch auf Leistung oder
Schadensersatz.
IMPRESSUM
Zusammenrücken – aber bitte
nicht im wörtlichen Sinne – dazu
werden die Menschen in dieser
Zeit der Corona-Pandemie über
viele Kanäle aufgefordert. Das ist
leichter gesagt, als getan, wenn die
Expertenmeinungen und die re-
gelmäßig vom Robert-Koch-Insti-
tut veröffentlichten Prognosen zu
steigenden Infektionszahlen mit
dem Coronavirus weltweit für die
kommenden Wochen und Mona-
te nicht wirklich Gutes verheißen.
Das Gesundheitsamt des Saar-
pfalz-Kreis vermeldet derzeit 60
Menschen (Stand Dienstagmor-
gen, Anm. der Redaktion), die sich
mit dem Coronavirus infiziert ha-
ben. Einige infizierten sich wäh-
rend des Skiurlaubs oder während
eines Aufenthaltes in anderen Ri-
sikogebieten.
Nur bei wenigen konnte das Ge-
sundheitsamt die Infektionskette
(Ort/Ereignis der Infektion)
nicht nachvollziehen. Das betrifft
jene Personen, die sich nicht in ei-
nemSkigebiet oder in einemande-
ren Risikogebiet aufgehalten ha-
ben, und denen kein direkter Kon-
takt mit einer bereits infizierten
Person nachgewiesen werden
konnte. Die Ermittlung der direk-
ten Kontaktpersonen verlief bis-
lang lückenlos.
Angst und Verunsicherung in der
Bevölkerung, wie sie sich bei-
spielsweise in Hamsterkäufen äu-
DR.THEOPHIL GALLO:
Lob für privates Engagement und Mahnung, nicht zu hamstern und zu horten
Landrat appelliert an die Bevölkerung
ßern, lassen sich wohl im Mo-
ment genauso schwer eindämmen
wie das Virus selbst. Wie alle ande-
ren Verwaltungen bewegt sich
auch die des Saarpfalz-Kreises auf
nie dagewesenem Terrain. „Wir
mussten Vorsichtsmaßnahmen
ergreifen, zu denen es keine Alter-
nativen gab oder gibt“, betont
Landrat Dr. Theophil Gallo und
verweist auf die Schließung der
Schulen, der Kitas und der Kreis-
verwaltung für den Kundenver-
kehr: „Bei den Umstrukturierun-
gen in der Kreisverwaltung sind
nach wie vor alle Mitarbeitenden
gefordert, denen ich für ihren Ein-
satz und ihre Bereitschaft, gute Lö-
sungen für alle zu finden, herzlich
danken möchte. Da wir uns in ei-
nem sehr dynamischen Prozess
befinden, und es selbstverständ-
lich auch um den Schutz unserer
Belegschaft geht, bitte ich die Be-
völkerung um Verständnis, dass
nicht alle Dienstleistungsgeschäf-
te in der gewohnten Form abgewi-
ckelt werden können.“
Wenig nimmt derzeit seinen ge-
wohnten Lauf, auch nicht die ge-
planten Veranstaltungen, die dem
Coronavirus zum Opfer gefallen
sind. „Die Kontaktvermeidungsst-
rategie ist die einzig Sinnvolle,
wenn wir die Verlaufskurve der In-
fektionen niedrig halten möchten
– oder besser – müssen“, unter-
streicht der Landrat.
Geselligkeit und Unterhaltung
treten nun in den Hintergrund –
dafür zeigen sich vielerorts Nach-
barschaftshilfe und gegenseitige
Unterstützung.
„Mich beeindruckt sehr das Auf-
kommen von privaten Initiativen,
die sich vor allemum Seniorinnen
und Senioren, die nun mal zur Ri-
sikogruppe zählen, in dieser her-
ausfordernde Zeit kümmern
möchten. Da schließen Solidarität
und Verantwortungsbewusstsein
den Kreis. Auch dafür möchte ich
Danke sagen“, so der Landrat und
setzt fort, „wobei wir beim Thema
Verantwortung wären. Da be-
kommt die Aussage des 1943 hin-
gerichteten Widerstandskämpfers
Willi Graf im aktuellen Kontext
ganz neues Gewicht: „Jeder Einzel-
ne trägt die ganze Verantwor-
tung„. Wir müssen in verstärktem
Maße Verantwortung uns selbst
gegenüber und gegenüber unseren
Mitmenschen walten lassen.
Hamsterkäufe ade – zu einer Le-
bensmittelknappheit in Deutsch-
land aufgrund von COVID19 wird
es nicht kommen, höchstens
dann, wenn über Gebühr viele
Menschen die Regale leer räumen
und die Nachlieferung dem nicht
Schritt halten kann. Wir haben
hocheffiziente Logistik- und da-
mit Versorgungsketten. Dieses un-
nötige, über den wirklichen Be-
darf hinausgehende Horten kann
diese Logistik tatsächlich überfor-
dern. Das müssen die Menschen
einfach verstehen und sich diszi-
pliniert verhalten. Getreu dem
Spruch: Wenn jeder sich etwas zu-
rückhält, ist genug da für alle. Und
wir sind nicht in der Situation,
dass nicht genug da wäre, im Ge-
genteil. Also absolut kein Anlass
zu hamstern oder zu horten. Das
körperliche Abstandnehmen von
anderen Menschen, auch wenn
wir es nicht gewohnt sind, ist von
jetzt auf gleich umzusetzen. Und
dass die zwingende Beachtung der
Hygienevorschriften kein wohlge-
meinter Ratschlag darstellt, ist
nach meinem Empfinden in den
vergangenen Wochen mehr als
deutlich gemacht worden. Das ist
genau der Weg, den wir gemein-
sam gehen sollten – ohne Panik,
besonnen und respektvoll.“
Dr. Theophil Gallo.
FOTO: DH
Am Morgen des Mittwoch ver-
gangener Woche kam es zu zwei
versuchten Einbrüchen in Fri-
seursalons im Stadtgebiet von
Homburg. Zunächst versuchte
ein bislang unbekannter Täter
um 3.14 Uhr vergeblich die Ein-
gangstür eines Friseursalons in
der Dürerstraße aufzuhebeln.
Als dies misslang flüchtete der
Täter. Um04:03 Uhr ging bei der
Polizei Homburg die Mitteilung
über einen weiteren Einbruch in
einen Friseursalon in der Tem-
pelhofer Straße ein. Auch hier
scheiterte der Täter bei demVer-
such die Eingangstür aufzuhe-
beln, ehe er die Tatörtlichkeit in
unbekannte Richtung verließ.
Die Polizei sucht in diesem Zu-
sammenhang Zeugen, die sach-
dienliche Hinweise zur Sache
machen können. Hinweise an
die Polizei Homburg (06841)
1060.
LICHT DER HOFFNUNG:
AKTION DER KIRCHEN
Die katholischen und evangeli-
schen Kirchengemeinden laden
angesichts des vorläufigen Aus-
falls aller Gottesdienste zur der
Aktion „Licht der Hoffnung“ ein.
Täglich um 19 Uhr können Men-
schen eine brennende Kerze in
ein Fenster zu stellen und ein
Vaterunser zu beten. Da dabei
soll ein Zeichen der Verbunden-
heit im Glauben und im Gebet
gesetzt werden Bis in den Kir-
chen wieder Gottesdienst gefei-
ert werden darf, werden um 19
Uhr die Glocken in den Kirchen
zum Hoffnungslicht läuten . Nä-
here Infos bei Frank Klaproth.
Gemeindereferent,
Telefon
(06841) 6870213
EINBRUCHSVERSUCHE:
FRISEURSALONS
BETROFFEN
++++ Diese Allgemeinverfügung
der Landesregierung zu Aus-
gangsbeschränkungen wegen der
Coronavirus-Ausbreitung gilt seit
vergangenen Samstag bis Freitag,
3. April ++++
Allgemeinverfügung
1. Jeder wird angehalten, die physi-
schen und sozialen Kontakte zu an-
deren Menschen außerhalb der An-
gehörigen des eigenen Hausstands
auf ein absolut nötiges Minimum zu
reduzieren. Wo immer möglich ist
ein Mindestabstand zwischen zwei
Personen von 2 m einzuhalten.
2. Untersagt werden Betriebe des
Gaststättengewerbes nach dem
Saarländischen Gaststättengesetz
und sonstigen Gastronomiebetrie-
be jeder Art. Ausgenommen ist die
Abgabe und Lieferung von mitnah-
mefähigen Speisen.
3. Das Verlassen der eigenen Woh-
nung ist nur bei Vorliegen triftiger
Gründe erlaubt.
4. Triftige Gründe sind insbesonde-
re:
a) die Ausübung beruflicher Tätig-
keiten, die Inanspruchnahme der
Notbetreuung oder die Ablegung
von Prüfungen,
b) die Inanspruchnahme medizini-
scher und veterinärmedizinischer
Versorgungsleistungen (z. B. Arzt-
besuch, medizinische Behandlun-
AKTUELLER STAND DER AUSGANGSBESCHRÄNKUNGEN
gen; Blutspenden sind ausdrücklich
erlaubt) sowie der Besuch bei Ange-
hörigen helfender Berufe, soweit
dies medizinisch dringend erforder-
lich ist (z. B. Psycho- und Physiothe-
rapeuten),
c) Versorgungsgänge für die ele-
mentaren Grundbedürfnisse des
täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmit-
telhandel, Wochenmärkte, Geträn-
kemärkte, Tierbedarfshandel, Bau-
und Gartenmärkte, Brief- und Ver-
sandhandel, Apotheken, Drogerien,
Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräte-
akustiker, Banken und Geldautoma-
ten, Post, Tankstellen, Kfz-Werkstät-
ten, Reinigungen und Waschsalons,
Zeitungskiosk). Die Handeltreiben-
den haben Vorsorge zu treffen, dass
der Mindestabstand sowohl inner-
halb der Betriebsräume als auch auf
dem Außengelände eingehalten
werden.
d) der Besuch bei Lebenspartnern,
Alten, Kranken oder Menschen mit
Einschränkungen (außerhalb von
Einrichtungen) und die Wahrneh-
mung des Sorgerechts im jeweili-
gen privaten Bereich,
e) die Begleitung und Hilfeleistung
für unterstützungsbedürftige Perso-
nen und Minderjährige,
f) die Begleitung Sterbender, sowie
Beerdigungen im engsten Familien-
kreis,
g) Sport und Bewegung an der fri-
schen Luft ohne Gruppenbildung
über 5 Personen.
h) die Wahrnehmung dringend er-
forderlicher Termine bei Behörden,
Gerichten,
Gerichtsvollziehern,
Rechtsanwälten und Notaren,
i) die Wahrnehmung von Sitzungen
durchehrenamtliche Mitglieder von
Organen in Anstalten, Körperschaf-
ten und Stiftungen des öffentlichen
Rechts,
j) die individuelle stille Einkehr in
Kirchen, Moscheen, Synagogen und
Häusern anderer Glaubensgemein-
schaften. Ein Abstand von zwei Me-
tern ist auch hier einzuhalten.
k) Handlungen zur Versorgung von
Tieren.
5. Sonstige Ladenlokale von Gewer-
betreibenden, deren Betreten zur
Vorerst bis 3. April gelten Vorgaben der Landesregierung
Entgegennahme der Dienst- oder
Werkleistung erforderlich ist, sind
für den Publikumsverkehr geschlos-
sen. Die Erbringung der Dienstleis-
tung oder des Werks außerhalb des
Ladenlokals ist gestattet.
6. Die Ordnungsbehörden sind an-
gehalten, die Einhaltung der Aus-
gangsbeschränkung zu kontrollie-
ren. Im Falle einer Kontrolle sind die
triftigen Gründe durch den Betroffe-
nen glaubhaft zu machen.
7. Ein Verstoß gegen diese Allge-
meinverfügung kann nach § 75 Abs.
1 Nr. 1, Abs. 3 des Infektionsschutz-
gesetzes geahndet werden.
8. Diese Allgemeinverfügung tritt
am 21. März 2020, am Tag nach ih-
rer Bekanntgabe, in Kraft und gilt
bis einschließlich 03. April.
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