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Kreis-Anzeiger
Saarpfalz-Anzeiger
Mittwoch, 24. Juli 2019
Nummer 30 - Jahrgang 71
Kreis- und Universitätsstadt Homburg
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IN DIESER WOCHE
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ORTSRAT JÄGERSBURG:
FÜNF FRAKTIONEN
Der neu gewählte Ortsrat Jä-
gersburg hat seine Arbeit aufge-
nommen. Bürgermeister Micha-
el Forster vereidigte den alten
und neuen Ortsvorsteher Jürgen
Schäfer, SPD, sowie den neuen
Stellvertreter Ansgar Hoffmann
von der CDU. Der Ortsrat setzt
sich nun aus fünf Fraktionen zu-
sammen. Ortsvorsteher Jürgen
Schäfer machte gleich wieder
deutlich, dass er von der Stadt
mehr Engagement für den Stadt-
teil erwarte, vor allem für das
immer beliebter werdende Nah-
erholungsgebiet.
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CJD HOMBURG:
MEHR AUSBILDUNG
Zum Ausbildungsbeginn im
Herbst 2019 wird die Palette an
Umschulungsangeboten im CJD
Homburg weiter ausgebaut. Alle
Berufe in Voll- und Teilzeit, ge-
zielter Förderunterricht, Um-
schulungsprämie und Kinderbe-
treuung. Ab dem nächsten
Schuljahr werden die erwachse-
nengerechten Ausbildungsgän-
ge weiter ausgebaut und alle 13
Berufsfelder in Voll- und Teilzeit
angeboten.
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SCHLOSSBERG-HOTEL:
AUCHMIT THEATER
Neu und ungewöhnlich präsen-
tiert sich das neue Veranstal-
tungsformat des Saarländi-
schen Staatstheaters im
Schlossberg-Hotel in Homburg:
„Schlossberg en Concert“. Die
Reihe beginnt am 29. August
mit Kammermusik.
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FC HOMBURG I I HOLT SICH ERNEUT STADTMEISTER-TITEL IM FINALE GEGEN EINÖD
Die Spielvereinigung Einöd-Ingweiler war Gastgeber der Homburger Fußballstadtmeisterschaften. Passend zum100jährigen Bestehen des
Vereins war der Kunstrasenplatz über ein „langes Wochenende“ der Nabel der Fußballwelt. Beim Ausgang des Turniers gab es allerdings
keine Überraschung. Mit einem 5:0 (2:0)-Sieg gegen den Gastgeber Spvvg Einöd-Ingweiler verteidigte das Saarlandligateam des FC Hom-
burg am Sonntagabend seinen Vorjahrestitel. Mit dem Sieg gelang dem Team von Trainer Andreas Sorg den Titelhattrick. Platz drei ging an
die Verbandsligaauswahl des FSV Jägersburg, die den SV Genclerbirligi Homburg im kleinen Finale 6:1 schlagen konnte. Unser Foto zeigt
die beiden Finalisten-Teams mit Gästen, Fans und Funktionären. red/Foto: FS
Lagerhallen-Großbrand, Brand in
Bäckerei, Implosion bei Karls-
berg, Waldbrände, Gewitterein-
sätze, Verkehrsunfälle, Türöff-
nungen,
Brandmeldeanlagen:
Die Belastung der Freiwilligen
Feuerwehr Homburg ist in den
vergangenen Monaten drastisch
angestiegen. Das teilte nun
Stadt-Wehrführer Nashan mit.
Alleine der vergangene Juni sei
der einsatzstärkste Juni-Monat
seit Jahren gewesen.
Nashan: „2018 stiegen bereits die
Einsatzzahlen in rekordverdächti-
ge Höhe. Mit über 532 Einsätzen
knackten die freiwilligen Feuer-
wehrleute Homburgs erstmals in
der Geschichte die 500er Marke.
Doch der Trend reißt nicht ab. Die
Einsatzzahlen steigen weiter und
heute, nach knapp der Hälfte des
Jahres, blicken die Kräfte auf über
324 Einsätze zurück, was im Ver-
gleich zum Vorjahr einen weiteren
Anstieg prognostiziert. In den letz-
ten Jahren werden die steigenden
Einsatzzahlen zu einer immer grö-
ßer werdenden Belastung für die
Freiwilligen. Als sei der größte
Großbrand in der jüngeren Ge-
schichte Homburgs, welcher die
Ehrenamtler über mehrere Mona-
IMMER MEHR EINSÄTZE:
Der ohnehin schon einsatzreiche Juni war in diesem Jahr besonders hart
Feuerwehr Homburg an der Belastungsgrenze
te beschäftigte, nicht schon genug
gewesen. Die Aufgaben werden
immer vielfältiger“. Dabei fiele
vor allem auf, dass die Einsatzsze-
narien immer weniger mit klassi-
scher Feuerwehr-Arbeit zu tun ha-
ben, wie man sie schon von klein
an kennengelernt hat. Das klassi-
sche Feuer löschen und das Retten
vonMenschen, welches eigentlich
zu den Hauptaufgaben einer Feu-
erwehr gehört, werde immer mehr
von sogenannten „Technischen
Hilfeleistungen“ geprägt. Dabei
kommen auf die Kameradinnen
und Kameraden vermehrt Aufga-
ben wie das eilige Öffnen von Tü-
ren, Verkehrsunfälle, Tierrettun-
gen, Einsätze mit Insekten (Ei-
chen-Prozessionsspinner
oder
Wespen), aber auch immer mehr
Sturmeinsätze zu.
Bis heute können die rund 200
freiwilligen Feuerwehrleute aus
den Löschbezirken Homburg-Mit-
te, Einöd, Jägersburg, Kirrberg und
Wörschweiler, welche bei einem
Einsatz von zuhause, der Arbeit
oder aus der Freizeit schnell zu den
Feuerwachen fahren, noch recht-
zeitig Hilfe leisten. Doch es wird
für die Freiwillige Feuerwehr
schwieriger. Da die Einsatzkräfte
keinerlei Bezahlung für Ihre Beru-
fung erhalten und das fehlende
Verständnis der Arbeitgeber, wel-
che laut Gesetz eigentlich zur Frei-
stellung der Feuerwehrleute ver-
pflichtet wären, die Einsatzbereit-
schaft sehr einschränkt, ist die
Zukunft bei dieser Belastung un-
gewiss. „Schon heute ist es sehr
schwer, die Kameraden bei Laune
zu halten“ so Peter Nashan.
„Wir haben nun diverse Vorteile
für die Kameraden organisieren
können, welche als kleine Geste
eine Motivation bieten sollen.
Langfristig wird es jedoch so sein,
dass der kostenfreie Eintritt ins
Koi, Freikarten für den FC 08
Homburg oder der kostenfreie Be-
such der Touristischen Angebote
unserer Stadt nicht die tausend
Stunden erforderte Flexibilität
und dauerhafte Belastung ausglei-
chen können.“, erläutert dazu
weiter Marcel Schmitt, Pressespre-
cher der Feuerwehr Homburg. Da-
bei beschreibt Schmitt vor allem,
dass gerade das mangelnde Ver-
ständnis in der Bevölkerung und
bei den Arbeitgebern die noch vor-
handene Motivation und Kräfte
immer mehr einschränken. Mit
über 56 Einsätzen war der Juni
2019 der einsatzstärkste Juni seit
Jahren. Dabei ist der Juni bekannt-
lich immer ein einsatzreicher Mo-
nat, doch in diesem Jahr sind die
Zahlen erschreckend. Die heißen
Temperaturen und der generelle
Anstieg der Notfälle haben in ei-
ner Woche sogar für über 21 Ein-
sätze gesorgt. Somit waren die
Kräfte in dieser Woche jeden Tag
im Durchschnitt dreimal im Ein-
satz. Am 26. Juni waren die frei-
willigen Feuerwehrleute gleich
achtmal zu einem Notfallgesche-
hen ausgerückt. (red/dh)
Der Lagerhallen-Brand bei Mobi-
us im März zog zahlreiche Folge-
insätze mit sich. Foto: Heintz
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