Saarpfalz-Anzeiger - page 8

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Nr. 17/2017
Homburger Zeitung
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In dieser und der vergangenen
Woche hatte die Homburger Feu-
erwehr wieder einiges zu tun. Fast
sechs Stunden waren dieWehrleu-
te auf der A 6 im Einsatz, als nach
einem Unfall mit drei Fahrzeugen
am vergangenen Dienstag Chemi-
kalien aus einem Lastwagen aus-
traten und sich auf der Fahrbahn
verteilten. Als die Feuerwehrleute
vom Technischen Hilfswerk Spie-
sen-Elversberg abgelöst wurden,
gab es gleich den nächsten Ein-
satz. In einem Wiesengelände in
Reiskirchen brannte ein Garten-
häuschen. Am vergangenen Mon-
tagabend gab es in der Lindenstra-
ße in Homburg Aufregung, als
Gasgeruch festgestellt wurde. Die
Feuerwehren aus Homburg-Mitte
und Kirrberg rückten aus. Der Ge-
ruch stammte allerdings aus einer
Unkrautvernichtungsmittelfla-
sche mit Butan. Eine Gefahr be-
stand nicht. (dh)
Feuerwehr hatte
wieder viel zu tun
Von Geschwister-Ensembles
geht in der Musik seit jeher et-
was Faszinierendes aus. Ge-
schwister, das klingt im Allge-
meinen nach Rivalität und Kampf
um wie auch immer geartete
Pfründe. Doch gerade auf der
Bühne lehren Geschwister oft
das Gegenteil. Das gilt auch für
Lea und Esther Birringer, die im
Rahmen der „Homburger Meis-
terkonzerte“ vergangenen Don-
nerstag als „Meister von Mor-
gen“ angekündigt waren, dann
aber als verschmolzene Einheit
bewiesen, dass sie gewiss schon
heute als Meister ihres Faches
bezeichnet werden können
Den Besuchern im Saalbau prä-
sentierten die Schwestern ein kon-
trastreiches Programm, auch mit
solistischen Abschnitten.
Und gleichzeitig appellierte das
Duo trotz seiner inzwischen er-
MEISTERKONZERT IM SAALBAU:
Lea und Esther Birringer sorgten für ein kontrastreiches Programm
Geschwisterliche klassische Meisterleistung
langten Internationalität an das
Heimatgefühl. Denn die Violinis-
tin Lea Birringer und die Pianistin
Esther Birringer sind beide in
Quierschied geboren. Jede begann
bereits im Alter von drei Jahren
mit dem Musikunterricht und je-
de von ihnen machte sich auf den
Weg durch internationale Festi-
vals und Konzertsäle. Immer wie-
der führte die Kammermusik bei-
de Musikerinnen zusammen.
2011 sorgten beide für Furore, als
sie nacheinander gleich zwei re-
nommierte internationale Kam-
mermusik-Preise gewannen. Kriti-
ker bescheinigen den beiden Saar-
länderinnen eine eigenständige
Künstlerpersönlichkeit, eine glei-
che Wellenlänge und ein blindes
Verständnis. Eben diesen Ein-
druck nahmen die Konzertbesu-
cher im Saalbau von den „Meiste-
rinnen von Morgen“ schon heute
mit nach Hause.
Das nächste Meisterkonzert wird
am 11. Mai vom Südwestdeut-
schen Kammerorchester Pforz-
heim unter der Leitung von Mar-
kus Korselt gestaltet.
Esther und Lea Birringer zogen das Publikum im Saalbau in ihren Bann.
FOTO: APO
Durch die geplanten Autobahn-
anbindungen an der A6, die beab-
sichtigte Erweiterung der Raststät-
te Homburg, das Gewerbegebiet
Zunderbaum und die ohnehin be-
reits vorhandene Verkehrsbelas-
tung in Reiskirchen und Erbach
fühlen sich die hier lebenden Bür-
ger schon lange durch Lärm beläs-
tigt. Mit Blick in die Zukunft neh-
men die Sorgen stark zu, gerade im
Bereich der Wohngebiete zwi-
schen Autobahn und Richardstra-
ße und zwischen Berliner Straße
und Bexbacher Straße. Vor diesem
Hintergrund hat der SPD Ortsver-
ein Erbach-Reiskirchen, unter-
stützt durch den Stadt- und Kreis-
verband drei klare Ziele formu-
liert, die auf die Verbesserung von
Lärmschutzmaßnahmen in drei
Bereichen ausgerichtet sind. Bei
einer Ortsbegehung am vergange-
nen Montag diskutierte der Bun-
destagskandidat und stellvertre-
tende Kreisverbandsvorsitzende
Esra-Leon Limbacher diese mit be-
troffenen Anwohnern. Treffpunkt
war die Raststätte. Hier sollen 26
neue LKW-Stellplätze und zur Ri-
chardstraße hin 53 neue PKW-
Stellplätze entstehen. Weil zwi-
schen der PKW-Stellfläche und
dem nächstgelegenen Haus nur
130 Meter Distanz bestehen, be-
fürchten die Anwohner hier eine
weitere Steigerung des ohnehin
schon permanent wahrnehmba-
ren Lärms. „Wir setzen uns des-
REISKIRCHEN:
Bundestags-Kandidat Limbacher informierte sich bei „BI“
SPD-Ortstermin in Sachen Lärmschutz
halb für verstärkte Lärmschutz-
maßnahmen in diesem Bereich
ein, um die Lärmbelästigung für
die Anwohner zu reduzieren“, ver-
sprach Limbacher und wies darauf
hin, dass dort nach der bisherigen
Planung kein Lärmschutz vorgese-
hen ist. Anders dagegen im Be-
reich der vorgesehenen LKW-Stell-
plätze. Hier soll eine vier Meter
hohe Lärmschutzwand unmittel-
bar an der Autobahn für Abhilfe
Sorgen. Und auch die Lücke zwi-
schen dieser neuen Lärmschutz-
wand und der bereits seit fast 40
Jahren bestehenden Wand, die
Anwohner direkt an der Autobahn
schützen soll, soll geschlossen
werden.
Doch beim Ortstermin wurde
deutlich, dass der bestehende
Lärmschutz längst nicht mehr ge-
nügt, so dass sich die SPD den vor-
handenen Wünschen angeschlos-
sen hat und eine Verbesserung im
Sinne von mehr Effizienz einfor-
dert. „Auch die Wiedereinfüh-
rung der Geschwindigkeitsbe-
grenzung in diesem Teilbereich
der A6 auf 100 km/h könnte be-
reits weiterhelfen“, meinte Limba-
cher. Eine solche Begrenzung hat-
te es bereits gegeben; warum sie
aufgehoben wurde, darüber wird
noch heute in Reiskirchen speku-
liert, bemerkte Manfred Ecker von
der dortigen Bürgerinitiative.
Beim jetzigen Ortstermin regte
Manfred Ecker von der BI Reiskir-
chen an, die geplanten Schallpe-
gelmessungen nicht vom Landes-
betrieb für Straßenbau (LfS) son-
dern von einem externen
Gutachter durchführen zu lassen.
Auch die CDU ist an diesem The-
ma dran und bringt es in den
Stadtrat am Donnerstag ein.
(apo)
Manfred Ecker von der Bürgerinitiative Reiskirchen, Bundestags-
Kandidat Esra Limbacher und SPD-Chef Winfried Bohn (v.l.)
FOTO: APO
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