Saarpfalz-Anzeiger - page 4

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Nr. 17/2017
Homburger Zeitung
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In unserem Buchtipp beschäftigt
sich Hildegard Trant( Foto) von der
BuchhandlungWelsch in der Hom-
burger Talstraße mit einem aktu-
ellen Thema, das literarisch ver-
packt wird: die Bedrohung der
Biene. Wie bedeutend ist das „Zu-
sammenspiel“ von Menschen und
Bienen und wie würde die Welt
aussehen, wenn es keine Bienen-
völker mehr gäbe? Damit beschäf-
tigt sich die Autorin Maja Lund in
ihrem Roman.
Dass Bienen
vom Aussterben
bedroht sind,
wissen wir. Was
dies für die
Menschheit be-
deutet, wissen
wir auch. Oder?
Ist es wirklich
klar, dass es
nicht nur umHo-
nig geht, der ein
erfreuliches Ne-
benprodukt der Bienenzucht ist?
Sondern um die eigentliche Aufga-
be der Fluginsekten, Bäume und
Pflanzen zu bestäuben? Und wie
sich unsere Welt verändern wird,
wenn diese Tieren ausgestorben
sind? Am Beispiel dreier Familien
erzählt Lunde von Bienen und Men-
schen, wie alles in der Welt zusam-
menhängt und was passiert, wenn
ein empfindliches Gleichgewicht
gestört wird.
2098 in Sichuan, China. Tao be-
stäubt mit vielen anderen Men-
schen Blüten von Hand. Seit es kei-
ne Bienen mehr gibt, erledigen
Menschen deren Aufgabe. Trotzdem
gibt es nicht genügend Nahrung für
alle, weite Landstriche sind entsie-
delt, dort herrscht Anarchie. Tao ist
verheiratet und hat einen dreijähri-
gen Sohn, Wei-Wen. Statt in der we-
nigen Freizeit mit dem Jungen zu
spielen, übt sie mit ihm Lesen und
Rechnen. Er soll ein erfolgreicher
Schüler werden. Ihr Mann Kuan
sieht das ein bisschen anders. Er
möchte mit dem Kind spielen und
mit seiner Familie freie Zeit verbrin-
gen. An einem Festtag macht die Fa-
milie einen Ausflug ins Grüne. Ein
schöner Tag, der traurig endet, als
Wei-Wen plötzlich Atemnot be-
kommt.
Er wird in eine Klinik gebracht. Da-
nach erhalten die Eltern keine Infor-
mationen mehr über ihr Kind. Tao
findet sich damit nicht ab. Siemacht
sich auf die Suche nach Wei-Wen.
Hätte sie dochmehr entspannte Zeit
mit ihm verbracht.
1852 in Hertfordshire, England. Wil-
liam gehört zu den Männern, die im
19. Jahrhundert durch verändert ge-
DER KREIS-ANZEIGER-BUCHTIPP
baute Bienenkästen die Grundlage
der professionellen Bienenzucht
schaffen. Seine große Hoffnung, der
Sohn Edmund, enttäuscht ihn. Wil-
liam ist deprimiert und verzagt, sein
Leben verläuft enttäuschend, er-
hoffter Erfolg stellt sich nicht ein. Er
braucht lange, um zu erkennen,
dass seine Tochter Charlotte seinen
Forschergeist geerbt hat und ihn un-
beirrt von Misserfolgen unterstützt.
2007 in Ohio, USA. George, dessen
Vorfahren aus England kamen, be-
treibt eine Bienenfarm, die seit Jahr-
zehnten im Besitz der Familie ist.
William benutzt spezielle Bienen-
beuten, die er nach alten Plänen sel-
ber anfertigt.
Er betreibt eine artgerechte Bienen-
zucht und hofft, dass sein Sohn Tom
sie eines Tages fortführen wird. Der
zeigt wenig Interesse an der Farm;
er will Journalist werden. Zwischen
George und Tom herrscht Sprachlo-
sigkeit; ihre Beziehung ist proble-
matisch. George ist nicht reich, aber
er kann seine Familie ernähren und
den Hof halten. Als das Bienenster-
ben einsetzt, ist die Existenzgrund-
lage der Familie gefährdet.
Lunde zeigt, wie abhängig Men-
schen und Bienen voneinander sind
und wie entscheidend ein verant-
wortungsvoller Umgang der Men-
schen mit der Natur ist. Mich hat
dieser Roman sehr berührt. Nach
und nach erschließen sich seine
Schönheit und Raffinesse.
Als Leser erfährt man von Verbin-
dungen zwischen den Protagonis-
ten, die sie selbst nicht kennen
konnten. Das tröstet und gibt Hoff-
nung in einemBuch, dass die Folgen
starrer Lebensvorstellungen, Schei-
tern und spätes Bedauern schildert.
Lundes Roman ist ein aufrüttelnder
und unterhaltsamer Appell für mehr
Umweltverantwortung, der Kopf
und Herz berührt.
Maja Lunde „Die Geschichte der Bienen“
Skerryvore gelten als heißester
Celtic Rock Export Schottlands
und sind mittlerweile weltweit an-
gesagt. Auch in Homburg werden
die Schotten am Samstag, 13. Mai
rocken. Das Konzert im Musik-
park beginnt um 20 Uhr.
Die smarten Schotten schreiben
fast alle Songs selbst und haben
mit Alec Dalglish einen Front-
mann mit einer faszinierenden
Stimme. Obwohl Skerryvore der
Tradition in Form von Dudelsack,
Akkordeon, Fiddle und Whistles
sehr zugewandt sind, spielen sie
knackigen Celtic Rock und brin-
gen jede Halle zum Kochen. Die
FAZ schreibt: „Man kann sich die
Gruppe in den großen Stadien vor-
stellen.“
Die englische Presse haut in die-
selbe Kerbe: “…the group is set for
the big-time...“ (The Living Tradi-
tion). „Skerryvore are Scotland“s
13. MAI:
Band Skerryvore gastiert in Homburg
Schottenrock imMusikpark
top Celtic Rock Band and are set
for world domination“ (John
Dingwall, Music Editor, Daily Re-
cord Scotland).
Bei den Scottish New Music
Awards 2011 wurde die Band zum
„Live Act of the Year“ gekürt und
bei den Scots Trad Music Awards
2011 in den Kategorien „beste
CD“ (Skerryvore) und „bester Sin-
ger/Songwriter“ (Alec Dalglish)
ausgezeichnet. Die Gruppe war
zudem Gesicht der weltweiten
“Visit Scotland„ Kampagne. Au-
ßerdem im Gepäck hat die Band
erstklassige Festivalreferenzen wie
T in the Park (GB), Milwaukee
Irish Fest (USA), Guinness Irish
Festival (Schweiz), Tonder (Däne-
mark), Poyenberg Open Air oder
“Folk im Schlosshof„ Karten gibt
es im Kulturamt der Stadt Hom-
burg im Forum, Telefon (06841)
101-168. (red)
Homburg · Talstraße 35 · Telefon 06841 - 67974
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